Reisen durch Kroatien - Teil 1

Für's Mittagessen nahmen wir uns keine Zeit, denn wir machten uns sofort auf den Weg. Im Nachhinein hatten wir grosses Glück so früh losfahren zu können, denn die Staumeldungen erreichten uns jeweils kurz nachdem wir das Gebiet durchquert hatten. Die erste Nacht verbrachten wir wieder in Sulzemoos. Ein Abendspaziergang ins Dorf bescherte uns frische Erdbeeren vom Bauern.

Ginger weckte uns kurz nach 5 Uhr morgens, sie musste raus. Christoph machte seine Drohung war und so fuhren wir ohne Frühstück kurz darauf los. Wir hatten das ehrgeizige Ziel heute bis nach Kroatien zu kommen. Frühstücken wollten wir unterwegs auf einer Raststätte, doch das Angebot überzeugte nicht und so musste unser Kühlschrankinhalt herhalten. Zur Mittagszeit waren wir bereits in Bled, wo wir uns mit leckeren Cremeschnitten eindeckten. Wir legten den einen oder anderen Stop ein und so erreichten wir unser Ziel bei weitem nicht. Wir übernachteten in Brezice auf einem neu erbautem Stellplatz. Das Dorf wurde teilweise neu gestaltet und machte auf uns einen sehr positiven und einladenden Eindruck.

Dann fahren wir eben heute auf den angepeilten Campingplatz in Kroatien. Vorteil, wir hatten mehr Zeit und konnten die Autobahn und Mautstrassen meiden. Das dauert zwar länger, doch man sieht einfach viel mehr vom Land. Kurz nach dem Losfahren waren wir ziemlich perplex, als wir vor dem Zoll standen. Erst dachten wir, es sei eine Mautstelle und so schnell waren wir noch nie durch den Zoll nach Kroatien. Am Nachmittag erreichten wir den kleinen Campingplatz. Die Wiese war nass, der Boden weich. Wir ahnten bereits, was uns morgen erwarten würde... Doch heute liessen wir uns den selbstgebrannten Slivovic schmecken, der uns der Eigentümer nach dem Abendessen zum Wohnmobil brachte.

Es hatte die ganze nacht stark geregnet. Dementsprechend fuhren wir uns in der Wiese wieder fest. Der Chef half uns mit Kies und kräftigem Schieben, da auch ohne Schneeketten wieder raus zu kommen. Wieder entschieden wir uns für die kleinen Strassen und fuhren zum Campingplatz am Wasserfall in Muskovci. Der Fluss Zrmanja floss direkt am Hotel/Campingplatz vorbei. Kleine Wasserfälle, wie man sie von Plitvice und Krka kennt. Nur kleiner, dafür aber für uns ganz alleine. Im Sommer kann man hier baden, doch dann ist es bestimmt voller. Christoph suchte mit dem Fahrrad einen weiteren Zugang zum Wasser, konnte aber nichts finden. Das Rauschen des Wasserfalls wiegte uns in den erholsamen Schlaf.

Nachdem wir diesen schönen Wasserfall ganz in Ruhe geniessen konnten, verzichteten wir auf die Menschenmassen im Krka Nationalpark. Überland fuhren wir nach Sibenik bzw. Vodice. Wir hatten uns überlegt in Vodice zu übernachten und mit dem Fahrrad nach Sibenik zu fahren. Als wir jedoch die Verbindungsstrasse sahen, die wir hätten befahren müssen, verwarfen wir diesen Plan ganz schnell wieder. Einiges hätten wir auf Feldwegen fahren können, doch ein langes Mittelstück wäre auf der Hauptstrasse ohne Fahrradwege oder ähnliches gewesen. Das war uns beim hier gängigen Fahrstil doch zu wild. Spätestens jedoch, als wir in Vodice keinen vernünftigen Campingplatz gefunden haben, hatte sich das eh erledigt. Der zuerst angefahrene Minicamping war nur ein schräger Privatgarten (erstaunlicherweise voll belegt) und der zweite normale Campingplatz wollte horrende Preise (Die Hunde kosten gleich viel wie eine erwachsene Person). Bei der Durchfahrt erschienen uns Sibenik und Vodice nicht als besonders sehenswert und so fuhren wir weiter nach Tisno auf einen abgelegenen Campingplatz. 

Hier blieben wir trotz Baustelle für zwei Nächte. Zugegeben wir hatten die Lärmbelästigung etwas unterschätzt. Wer ahnt schon, dass die von 8 Uhr morgens bis 9 Uhr abends arbeiten! Der grosse Steinbrecher kratzte auf Dauer etwas an den Nerven. 

Wir fuhren am Mittwoch mit den Rädern nach Murter und erkundeten die Landschaft. Es gibt auch dort sehr schöne Ecken. Wir gönnten uns ein Mittagessen, wobei mein Mozzarella genau so schmeckte, wie er aussah. 😂

Pünktlich um 8 Uhr wurden wir vom Steinbrecher geweckt und so zogen wir weiter. Nur gerade 31 Kilometer auf einen Campingplatz beim Vransko Jezero See. Während ich hier die Beine hoch legte, schraubte Christoph das Wohnmobil einmal komplett auseinander und wieder zusammen. 😉

Wir blieben zwei Nächte hier und am zweiten Tag umrundeten wir mit dem Rad den Vrana See. Zum Glück war es nicht zu heiss, sonst wäre die Tour vor allem für die Hunde zur Qual geworden. Doch so war es zwar eine lange, aber sehr angenehme Tour durch einen sehr schönen Naturpark. In Drage "verfuhren" wir uns in einer Baustelle. Hier scheint es üblich zu sein, dass ganze Stadtteile mal eben mit Strassenarbeiten still gelegt werden. Nur mühsam kämpften wir uns mit den Rädern an den Löchern im Boden vorbei.

Am Samstag fuhren wir via Zadar nach Nin. In Zadar gingen wir einkaufen. Wir deckten uns mit Schweinefilet ein. Gerne hätte ich Hackfleisch gekauft, doch das Hackfleisch hier besteht aus mehr Fett als Fleisch. 😣

In Nin, auf dem kleinen Campingplatz angekommen, fuhren wir sofort mit den Rädern in die Altstadt. Wir hatten Hunger und assen in der Konoba einen leckeren Fischteller. Am Abend spazierten wir zum Strand. Der Steg führte früher ins nirgendwo, doch inzwischen wurden auf der kleinen "Insel" leider Sonnenschirme aufgestellt.

Unsere Nachtruhe wurde durch irgendeine Party etwas gestört, aber für sowas hat Frau schliesslich Oropax. Entsprechend lange schlief auch Christoph und so fuhren wir verhältnismässig spät los. Wir fuhren entlang der Küstenstrasse bis Senj. In der Stadt wollten wir etwas Kleines zu Mittag essen. Es war so "klein", dass wir das Abendessen ausfallen liessen und zudem noch ein Mittagessen für den nächsten Tag mit nachhause nehmen konnten.

Nun machen wir uns auf zur Insel Cres. Dort verbringen wir den zweiten Teil unseres Urlaubs: Badeurlaub auf dem  Campingplatz Baldarin.

Das Live-Tagebuch unserer Reise ist auf Track my Tour zu finden.

Stellplatz beim Freistaat in Sulzemoos

hier findet sich immer ein Stellplatz zum Übernachten, alternativ auch in der angrenzenden Industrie. Autobahn gut hörbar

kostenlos, V/E/S/C

Koordinaten: N48°16.933  E11°15.663

Stellplatz in Brezice

neuer Stellplatz in liebevoll gestaltetem Dorf, man gibt sich hier sehr viel Mühe, ungewöhnlich sauber, Spielplatz hinter dem SP, SP leicht schräg

kostenlos, V/E/S/C

Koordinaten: N45°53.975  E15°35.533

Campingplatz Zelena Dolina, Vrhovine

kleiner Campingplatz mit sehr freundlichem und hilfsbereitem Besitzer. Wiese. Ältere Sani aber ok, alles sauber.

195kn inkl. Strom und Hunde, V/S/C, kein Bodeneinlass, Wifi

Koordinaten: N44°51.403  E15°20.791

Campingplatz Am Wasserfall, Muskovci

sehr abgelegener Campingplatz (Hotel und Restaurant), veraltete Sani aber sauber, wunderschöner Wasserfall, im Sommer super zum Baden

190kn inkl. Strom und Hunde, V/S/C, kein Bodeneinlass, Wifi

Koordinaten: N44°11.831  E15°46.149

Campingplatz Dalmacija in Tisno

abgelegener Campingplatz mit schönen Parzellen, Hundestrand, Restaurant/Bar, super Velotouren nach Murter

€20 (Acsi) exkl. Touristenabgabe und Anmeldegebühr, V/E/S/C, Wifi

Koordinaten: N43°48.744  E15°37.375

Campingplatz Vransko Lake, Pakostane

direkt am See gelegener CP, schöne und grosszügige Parzellen, toll für Velotouren, topmoderne Sani, junge und freundliche Betreiber

€18 (Acsi) exkl. Touristenabgabe und Anmeldegebühr, V/E/S/C, kleiner Shop, Wifi

Koordinaten: N43°55.829  E15°30.589

Campingplatz Ninska Laguna in Nin

abgelegener Campingplatz direkt an der Strandbucht von Nin, veraltete Sani, Warmwasser kostet extra, 

110kn (Acsi), V/E/S/C, kein Bodeneinlass, Swimmingpool, Wifi bei der Rezeption

Koordinaten: N44°14.791  E15°10.438

Stellplatz in Senj

City-Stellplatz direkt am Hafen, Strasse hörbar, SP direkt am Wasser, Altstadt und Einkaufsmöglichkeiten in Gehweite

134kn ohne Strom, V/S/C, Sani beim Restaurant

Koordinaten: N43°48.744  E15°37.375

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Badeferien in Kroatien - Teil 2

Nach dem Frühstück wollten wir beim Konzum unseren Kühlschrank für die nächsten Tage füllen, leider ist der Parkplatz neuerdings mit einer Höhenbegrenzung ausgestattet. Hier will man wohl keine Camper und Handwerker. Wir machten es selbigen gleich und gingen beim Konkurrenten Plodine einkaufen. Danach ging es zügig nach Krk. Die Brückenmaut war schnell bezahlt und so standen wir schon bald bei der Fähre nach Cres. Die Fahrt verlief für mich erstaunlich entspannt. Es regnete und so blieb ich im Wohnmobil und beschäftigte mich zur Ablenkung mit einem Rätselheft. Eine halbe Stunde später hatte ich es überlebt 😉 und wieder festen Boden unten den Füssen.

Bei der Anfahrt zum Campingplatz hatten wir Glück. Wie wir später erfuhren, werden auch hier die Strassen umgepflügt und stundenweise komplett gesperrt. Auf dem Campingplatz war unsere Parzelle von vergangenem Jahr bereits gebucht. Wir fanden aber in einem neu gestalteten Teil eine riesige Parzelle mit tollem Ausblick!

Das Badewetter liess sich leider nicht blicken. Die Sonne schaffte es nicht sich durchzusetzen. Die Tage starteten bewölkt und mehr als ein paar Stunden pralle Sonne am Tag gab es leider nicht. Oftmals wehte zudem ein kühler Wind. Definitiv das falsche Wetter für einen solchen Campingplatz! 

Die ausgewählte Parzelle erwies sich nicht als ideal. Sie lag direkt gegenüber vom kleinen Restaurant. Da das Hauptrestaurant abgebrannt war, kamen kochfaule Camper hier hin. Viel Gelatsche aber wenig Getratsche. 😉 Weniger wegen dem Wetter, sondern wegen der verklemmten Atmosphäre, verliessen wir den Campingplatz früher. Wir wissen nicht woran es liegt, aber die Besucher hier verbarrikadieren sich teilweise auf ihren Parzellen und schienen keinen Kontakt zur Aussenwelt zu wollen. Kaum jemand war zu einem ungezwungenen Schwatz zu haben. So beschlossen wir vor Pula noch einen Stopp in Medulin einzulegen.

Christoph erwachte um 6:30 und fragte, ob ich weiterschlafen oder losfahren wolle. Bis zur Fähre würden wir ca. 1,5h benötigen, gedacht war die 12 Uhr Fähre. Das Navi sage uns, dass wir kurz vor 9 Uhr da sein würden. Da um 9 Uhr eine Fähre ablegte, beeilten wir uns im möglichen Rahmen und schafften es gerade noch rechtzeitig das Ticket zu lösen. Umzingelt von Reisecars verliess ich etwas widerwillig das Wohnmobil und wir gingen an Deck. Glücklicherweise dauerte diese Überfahrt gerade mal 20 Minuten.

Umso gemütlicher fuhren wir danach der Küste entlang nach Medulin. Auf dem Campingplatz entschieden wir uns für einen abgelegenen Stellplatz an der prallen Sonne. Wie sich am Montag morgen herausstellte war das eine gute Wahl, denn weiter vorne waren sie mit grossen Maschinen am Aufstellen weiterer Mobilheime. So nahmen wir den Lärm nur sehr gedämpft wahr. 

Hier gefiel es uns viel besser! Die Leute waren aufgeschlossen und freundlich. Unsere ausgewählte Parzelle war unverschämt gross: über 300qm. Wer braucht so viel Platz?! 😂

Wir fuhren mit dem Rad mehrmals ins Dorf, welches extrem auf Tourismus ausgelegt ist. Da fühlte man sich direkt zurück in die 80er Jahre der Costa Brava versetzt. 😂 Am Dienstag fuhren wir mit einer Parzellen-Nachbarin in das kleine, familiengeführte Restaurant Napoli. Herzliche Bewirtung und leckeres Essen zum kleinen Preis.

Wir genossen die Zeit und fuhren am Mittwoch früh weiter nach Pula.

Camp Baldarin, Nerezine auf der Insel Cres

Sehr abgelegener Campingplatz mit teils wunderschönen SP, Sanitär meisten modern und sauber, Atmosphäre aus unerklärlichen Gründen sehr verschlossen, man findet kaum Kontakt zu anderen.

€36 für Premiumplatz, Restaurants, Shop, Sportplatz, Bootsverleih

Koordinaten: N44°36.943  E14°30.481

Camp Kazela, Medulin

Riesiger Campingplatz, teils riesige Parzellen, wenig Schatten, wird leider zusehends mit Mobilheimen verbaut, zu wenige und alte Sani,  sauber, ungezwungene Atmosphäre, man findet problemlos Kontakt 

€32 inkl Strom, Pool und diverse Restaurants, grosser Shop

Koordinaten: N44°48.415  E13°57.029

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Pula ist immer einen Besuch wert - Teil 3

Nach unserem Badeurlaub, der genau genommen kein Badeurlaub war, kamen wir in Pula an. Das Wetter war meistens gut, doch der kühle Wind lud nicht wirklich zum Sonnenbaden ein. Wir vertrieben uns die Zeit mit Radfahren, Basteln (Christoph) und Lesen (ich).

Am Freitag fuhren wir nach Kap Kamenjak. Das Wetter war schön, allerdings noch nicht brennend heiss. Trotzdem war es auf der trockenen Landzunge sehr warm und so blieben wir, auch wegen der Hunde, nicht allzu lange. Zurück in Prementura suchten wir ein Restaurant. Im Zentrum hätte man uns wie in Medulin am liebsten direkt vom Rad ins Restaurant gezogen. So beschlossen wir in die Pizzeria Stellina, die "etwas ab vom Schuss" lag, zurück zu fahren. Wir wurden mit einem super frischen Essen belohnt. Mein Gnocchi-Gulasch war ein Traum und Christoph's Beefsteak perfekt medium gebraten. Die Fahrt hier hin nehmen wir sicherlich wieder einmal auf uns!

Vor Pfingsten füllte sich der Platz schlagartig und passender weise wurde das Wetter endlich richtig warm. Auch unsere Camping-Freunde kamen am Samstag an. Mit ihnen konnten wir ein paar fröhliche und schöne Tage verbringen.

Am Tag vor unserer Abreise schafften wir es endlich im Meer zu baden. Einmal drin war es fast schon angenehm. Morgen fahren wir Richtung Heimat...

Camp Stoja in Pula

grosser CP mit den unterschiedlichsten Parzellen, Eisbude und Bäckerei vor dem CP-Eingang

CHF 36/Nacht, ältere Sani, in der Hauptsaison viel zu wenige, Restaurants und Bars, kleiner Shop,

Koordinaten: N44°51.573  E13°48.878

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Heimreise - 4. und letzter Teil

Die letzte Nacht in Pula stand unter keinem guten Stern. Was sich die letzten drei Tage abgezeichnet hatte, wurde leider war. Cara war dabei zu sterben. Sie verweigerte erst das Essen, zuletzt auch das Trinken. Ich blieb praktisch die ganze Nacht an ihrer Seite. Sie war ruhig, hatte aber Durchfall und erbrach sich immer wieder. Das wollte ich ihr nicht länger antun. Nach Rücksprache mit meiner Tierärztin in der Schweiz gab ich ihr ein starkes Schmerzmittel in Verbindung mit einem Beruhigungsmittel. Leider war ihr Abschied nicht so sanft wie erhofft. Keine Ahnung ob sie von dem Mittel einen "schlechten Trip" hatte, jedenfalls fing sie herzzerreissend an zu jammern, heulen und bellen. Sie beruhigte sich glücklicherweise und so beschloss ich, nach verlassen des Campingplatzes, beim Tierarzt vorbei zu fahren. Der Tierarzt war sehr liebevoll. Leider reagierte sie auf das Sedierungsmittel gleich wie auf das Beruhigungsmittel. Wer will schon leise und heimlich sterben, wenn es auch mit einem Knall geht?! Das Herz der kleinen Kämpferin war noch immer viel zu stark. Es dauerte lange bis es aufgab. 😭😭😭

Cara kam selbstverständlich mit nach Hause. Der Tierarzt meinte erst, das könne er nicht machen wegen dem Zoll, doch als wir ihm zusicherten, dass wir nie bei ihm gewesen sind, falls tatsächlich jemand kontrollieren würde, willigte er zum Wohl des Tieres ein. Dafür bin ich ihm sehr dankbar!

Wie ich immer sagte "das Tiefkühlfach ist reserviert für Cara". Und egal wie makaber es sich anhören mag, genau darin trat sie die Rückreise in die Schweiz an. 

Eigentlich wollten wir unterwegs gemütlich einkaufen gehen. Vorräte aufstocken, Mitbringsel und einen kleinen Peka-Ofen kaufen. Doch nach dem Tierarzt waren wir verständlicherweise total durch den Wind. Wir hatten alles vergessen, fuhren einfach nur noch so schnell wie möglich unseren nächsten Schlafplatz in Österreich an. Wir standen beide irgendwie unter Schock.  

In der Jausenstation Schauphof übernachteten wir und assen zu Abend. Ich brachte jedoch kaum etwas von dem guten Essen runter...

Der herzliche Gastwirt bot uns an, dass wir ungeniert eine weitere Nacht bleiben dürfen. Wir nahmen sein Angebot gerne an und beschlossen uns mit einer Radtour abzulenken. Es war nicht ganz einfach einen Weg die Berge hoch zu finden. Die meisten Wege waren mit Schlagbaum und Fahrradverbot versehen. Letztendlich fanden wir eine Route, doch der Weg war ganz schön steil. Ohne eBike wären wir da niemals hoch gekommen. Belohnt wurden wir mit einem guten Mittagessen. Mein Apetit wehrte sich noch immer, aber weil Süsses immer geht, schaffte ich fast die Hälfte vom Kaiserschmarrn. Leider verdarb ich Christoph durch eine unbedachte Bemerkung ebenfalls den Apetit. Wir litten eben beide unter der Situation.

Der gestrige Tag hatte uns gut getan. Wir nahmen eine weitere, längere Etappe gen Heimat in Angriff. Am Zielfinger See verbrachten wir die letzten beiden Tage. Nochmal etwas runter kommen und die vergangenen Tage verdauen. Wir konnten gerade noch den letzten Platz mit super Seesicht ergattern. 

Christoph wollte am Samstag unbedingt schwimmen gehen. Das Wasser war wohl kälter als das Meer in Pula. Gegen Abend kündigten sich immer wieder Gewitter an. Aber erst in der Nacht zog eines über uns hinweg. Wir hatten Glück, unser Wohnmobil stand mit der Schnauze genau gegen den Wind, so wurden wir kaum durchgeschüttelt.

Der Sonntag startete verregnet. Deshalb fuhren wir früher nach Hause, als für einen Sonntag üblich. 

Wir genossen einen schönen Urlaub, hatten viel Schönes und Interessantes gesehen und erlebt. Nur dieser Abschluss hätte nicht sein müssen... Auch wenn uns bewusst war, dass Cara alt und krank war, so hofft man trotzdem, dass der letzte Tag noch weit in der Zukunft liegt.

Jausenstation Schauphof, 

Abgelegener Stellplatz, ruhig, einfache Stellplätze entlang der Hofzufahrt, tolles Essen im Restaurant, herzliche Gastgeber

kostenlos, keine Versorgung, Strom €2

Koordinaten: N47°17.130  E13°24.482

Zielfinger Seen, Nähe Mengen

Schöner SP am Anglersee, teilweise mit Seeblick, kleiner Kiosk mit Brötchenservice, abends fuhr der italienische Eiswagen auf den Platz (Eis war lecker)

€14/24h, V/E/S/C, Wifi, €1/2kWh, Frischwasser €1/100L, Kleinmenge während Kiosköffnungszeiten gratis

Koordinaten: N48°01.855  E9°16.966

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