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Abspecken für Durchgeknallte

Wenn sich zwei Camper zusammen tun, hat man es mit Luxusproblemen zu tun: fahren wir mit deinem oder meinem Wohnmobil weg? Bis anhin war es seines, denn meines muss erst noch eine Abspeckkur machen. Ich hatte vergangene Woche die Schränke durchgekämmt. Obwohl ich so wenig Hausrat besitze, war so Einiges dabei, das ausgemistet werden konnte. Dieses Wochenende ging es an's Eingemachte:

Die Anhängerkupplung

Als ich mein Wohnmobil gekauft hatte, hatte ich extra für meinen damaligen Freund eine Anhängerkupplung gekauft. Die Idee war, dass wir auf Reisen seinen Quad mitnehmen können. Dazu ist es nie gekommen und so ist sie für mich einfach nur ein unnützes Zubehör, welches unnötiges Gewicht auf die Waage bringt.

Die Demontage war problemlos. Es waren acht, ziemlich festsitzende Schrauben und eine Elektrodose zu lösen. Die Dose haben wir am Unterboden wieder fest gemacht. Vielleicht braucht man die ja wieder. Die ganze Aktion hat lediglich 30 Minuten gedauert. Ein Querblech, das für die AK entfernt wurde, fehlt. Die Firma Burmeister hat damals dieses Blech ohne Rücksprache entsorgt und so bin ich der Meinung, dass sie mir mein Eigentum wieder beschaffen muss. Es wird sich zeigen, wie kooperativ sie sind. Vermutlich ist dieses Blech sowieso nur ein Rückfahrschutz für den Unterboden.

Der Gurtbock

Wesentlich komplizierter war der Ausbau des Gurtbocks. Jeder Schritt zog etwas Neues nach sich. Um den Gurtbock zu entfernen, musste der Wassertank raus. Dafür musste ich die Sitzbox zerlegen und damit das gelang, musste der Fussboden gelöst und angehoben werden. 

Der Tank ist auf ein Podest geklebt, welches mit etwa 13 Schrauben festgeschraubt war, wobei nur fünf gut zugänglich waren. Schön für mich, dass sich diese Arbeit mein Tim Taylor unter den Nagel gerissen hat. 😜 Nachdem der Tank freigelegt war, konnten von aussen die Befestigungsschrauben des Gurtbocks gelöst werden. Glücklicherweise hatte Christoph seinen Drehmomentschlüssel dabei, sonst wäre hier Schluss gewesen.

Da ich sowieso nicht beabsichtigte eine dritte oder vierte Person mitzunehmen, hatte ich bereits kurz nach dem Kauf einen Teil der Gurte entfernt.

Im Lager stellten wir die beiden Teile auf die Waage: Die Anhängerkupplung brachte es auf 22,5 Kilogramm und der Gurtbock auf (enttäuschende) 24 Kilogramm. Nichts desto trotz lohnte sich der Aufwand. Wäre doof, wenn Christoph bei voller Fahrt aus dem Fenster springen müsste, weil sich eine Polizeistreife nähert... 😂

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